Die Zeit des Neubeginns

Nach einem furchtbaren Kriegsende fanden sich am 15. März 1947 wieder Männer bereit, den Verein als Rad- und Kraftfahrer-Bund Solidarität neu entstehen zu lassen, darunter einige derer, die bereits 26 Jahre zuvor beisammengesessen waren. Allmählich fand man sich zu Vereinsveranstaltungen, Weihnachtsfeiern und Theatervorführungen zusammen. Es kehrte Leben ein, eine Volkstanzgruppe wurde gegründet und erfreute sich rasch großer Popularität.
Das erste große Fest anläßlich des 30jährigrn Jubiläums im Juni 1951 führte demVerein viele neue Mitglieder zu. Nach dem 40jährigrn Stiftungsfest im Juni 1961 entstand eine Jugendgruppe, die bald erste Erfolge erzielte. Größter sportlicher Höhepunkt war die deutsche Vizemeisterschaft im Zweier-Kunstradfahren der Frauen, die Irmtraud Seuferling und Helga Szumilas im September 1965 in Berlin errangen. Die Brüder Heinz und Jürgen Öder sorgten zusammen mit ihrem Vater und Trainer Edwin Öder für einen weiteren Glanzpunkt, als sie 1970 deutsche Vizemeister im Zweier-Kunstradfahren der Jugend wurden

Die Gebrüder Heinz und Jürgen Öder

Die Festschrift zum 50jährigrn Stiftungsfest der Frickenhäuser Solidarität führte ein Grußwort von Bundeskanzler Willy Brandt an. Sportliche Wettkämpfe begleiteten die einwöchige Feier. Ein internationales Zeltlager der Solidaritätsjugend Deutschland mit Trainingseinheiten und Diskussionsforen verliehen der Festwoche Gewicht. Gäste aus der CSSR, der Schweiz und Österreich unterstrichen den völkerverbindenen Anspruch der Sölidarität.
1974 gab sich der Verein den neuen Namen "Radsportverein Solidarität Frickenhausen am Main 1921 e. V." Der Erhalt der Gemeinnützigkeit war der Grund für die Entscheidung.